Klettersteige und Wege des ersten Weltkriegs

Zwischen den Laufgräben des Ersten Weltkriegs

Die Schützengräben sind charakteristisch für die Exkursionen am San Pellegrino Pass, aufregende Ausflüge zwischen Natur und Geschichte. In diesen faszinierenden Gräben kämpften einst österreichische und italienische Soldaten. Es ist nicht schwierig, einige historische Fundstücke zu entdecken: vor allem Essensschachteln und Stacheldraht, mitunter auch explodierte Geschosse und gewöhnliche Gebrauchsgegenstände.

Für alle Abenteuerlustigen möchten wir lediglich daran erinnern, dass die Klettersteige nur mit angemessener Ausrüstung zu betreten sind: Wanderschuhe, Anseilgurt und Helm. Erkundigen Sie sich bei Bedarf bei den lokalen Bergführern, die Exkursionen organisieren und die nötige Ausrüstung verleihen. Hier einige Klettersteige:

  • Alta Via Bepi Zac – Dies ist einer der ersten Klettersteige, mit dem Kinder an das Klettern gewöhnt werden. Vom San Pellegrino Pass aus erreicht man zu Fuß oder mit dem Sessellift das Sellajoch. Von dort aus rechterhand den Wanderweg 637 einschlagen, der steil zum Beginn des Klettersteigs hinaufführt. Der erste Abschnitt ist leicht zu beschreiten. Man gelangt zur Forcella del Ciadin und kann von dort über die Wiesen wieder runter wandern. Die Gesamtwanderdauer hängt stark davon ab, wie viel Zeit man der Besichtigung der militärischen Stellungen widmet. Trainiertere und technisch bessere Kletterer können bis zur Berghütte Fuciade weiterklettern.
  • Alta Via Federspiel – Wird nur gut ausgerüsteten und technisch versierten Alpinisten empfohlen, die auch zum Teil sehr freiliegenden Streckenabschnitte bewältigen können. Vom San Pellegrino Pass aus erreicht man zu Fuß oder mit dem Sessellift das Sellajoch. Linkerhand den Wanderweg 616 einschlagen und den Laufgräben des Großen Krieges folgen. An der Forcella Ricoletta angekommen kann man weiter dem Wanderweg folgen oder den Abstieg nach Moena wählen. Auf Ersterem erreicht man den Cima Malinverno, die Forcella della Costella und wandern dann runter nach Moena. Die Exkursion ist anstrengend und dauert ca. 7 Stunden.
  • Alta Via Mariotta – Vom San Pellegrino Pass aus empfiehlt es sich, mit der Seilbahn Col Margherita hinaufzufahren. Nehmen Sie linkerhand den Wanderweg 658, der an den Baracken aus dem Ersten Weltkrieg vorbeiführt, wo sich die italienisch-österreichische Front befand. Die Exkursion bietet ein wunderschönes Panorama. Mit kleineren Auf- und Abstiege erreicht man den steilen Bergrücken, der zum Gipfel des Juribrutto hinaufführt. Von dort erfolgt der Abstieg zur Forcella Juribrutto, von wo aus direkt zum San Pellegrino Pass zurückgekehrt oder zum Cima Bocche weitergewandert werden kann.

Unter den Reiserouten, die die Geschichte des Ersten Weltkrieges in San Pellegrino Pass widerspiegeln, war ein Krieg zwischen Italienern und Österreichern, nämlich die Eroberung der Berge, die damals als Grenze zwischen den Staaten dienten:

  • Fango und Tunnel Ricoleta: Im Fango-Gebiet (ladinisch „L Fanch„) gab es die zweite österreichische Verteidigungslinie. Leider sind heute die echten Schützengräben nicht mehr sichtbar, weil sie unmittelbar nach dem Ersten Weltkrieg begraben wurden. Es wurde jedoch kürzlich ein Tunnel identifiziert, der zu dieser ersten Reihe von Verschanzungen rückverfolgbar geworden ist. Es ist ein sehr einfacher Weg mit minimalen Höhenunterschieden in etwa 2 ½ Stunden;
  • Tunnel Colifon: Ausgehend vom San Pellegrino Pass ist der Aufstieg zu Fuß oder mit dem Sessellift Costabella in etwa einer halben Stunde möglich. Von hier aus geht es weiter nach links, wobei man die mit Stacheldraht umhüllten Anhänger als Referenz nimmt, bis man zu den italienischen Außenposten gelangt, wo man noch die Positionen der Maschinengewehre und der Kriegstunnel bewundern kann. Der Abstieg ist durch den italienischen Saumpfad möglich, der in gutem Zustand war und von italienischen Soldaten während der Kriegsjahre benutzt wurde.

Konsultieren und laden Sie hier die Karte mit den Routen des Ersten Weltkriegs im Fassatal herunter.